Ansatz, Erfahrung und Arbeitsweise
ZWEI BERUFLICHE PERSPEKTIVEN, EIN GEMEINSAMER ANSPRUCH
Seit über 13 Jahren arbeite ich parallel als freier Redakteur und Sprachcoach. Beide Tätigkeiten folgen unterschiedlichen Logiken, greifen in der täglichen Arbeit jedoch eng ineinander. Redaktionelles Arbeiten schärft den Blick für Struktur, Präzision und Informationsgewicht; die Sprachvermittlung verlangt Aufmerksamkeit für Details und die Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten.
Diese Kompetenzen verstärken sich gegenseitig: Analyse, Strukturierung und inhaltliche Reduktion fließen direkt in den Unterricht ein, während die Arbeit mit Lernenden dazu anhält, Inhalte kontinuierlich zu hinterfragen, zu vereinfachen und auf unterschiedliche Kontexte anzuwenden.

Hier erfahren Sie mehr über
meine Didaktik oder meine Schreibstandards.
Didaktik
Nach über 13 Jahren Coaching-Erfahrung habe ich viele Studenten durch mehrere Niveau-Stufen begleitet und mir dabei ein valides didaktisches Können angeeignet, das ich kontinuierlich prüfe und verbessere.
Drei Schritte
Als Grundgerüst für meine Stunden dient die „PPP“-Methode (Presentation, Practice, Performance):
· Zuerst werden neue Elemente vom Lehrer eingeführt – idealerweise leiten die Lernenden Regel oder Bedeutung selbst aus Beispielen ab. Der Fokus liegt auf Präsentation und Verständnis.
· Dann folgt das Einüben, mit Lückensätzen, Multiple-Choice-Aufgaben, Rätseln, Umformulieren, Nachsprechen oder dem Zuordnen von Bildern... In dieser Phase begleite ich die Sprachproduktion und korrigiere gezielt; der Fokus liegt auf Anwendung und Festigung.
· Im dritten Schritt werden die neuen Strukturen in kommunikativen Situationen wie Rollenspielen, Präsentationen oder Improvisationen eingesetzt. Die Korrektur erfolgt danach; der Schwerpunkt liegt auf Redefluss und Spontaneität.
Diese bewährte Methode setze ich flexibel ein – bei Bedarf werden einzelne Schritte wiederholt.
Immersion
Immersion: Im Sprachunterricht sollte die Nutzung der Zielsprache maximiert werden – idealerweise bis zu 100 %. Ich arbeite bevorzugt mit der méthode directe: Neue Vokabeln werden ohne Übersetzung eingeführt, durch Kontext, Umschreibungen und Bilder. Ziel ist, die Sprechzeit in der Zielsprache zu maximieren, damit die Teilnehmenden möglichst früh auf Französisch denken. Grammatik wird nicht systematisch erklärt, sondern aus Beispielen abgeleitet. Die Teilnehmenden gewinnen dadurch früh Sicherheit im freien Sprechen.
· Gleichzeitig sehe ich den Nutzen, auf semantische oder phonetische Parallelen zu Sprachen hinzuweisen, die die Lernenden bereits kennen – um Neues im Bekannten zu verankern. Das geschieht spielerisch und klar abgegrenzt vom französischen Unterrichtsanteil.
· Falls die Lernweise einzelner Teilnehmender mehr Deutsch im Kurs erfordert, passe ich die Methodik an und erkläre bei Bedarf ergänzend auf Deutsch oder Englisch.
Personalisiert
Über die Methodik hinaus setze ich auf personalisierte Inhalte. Ich wähle personen- oder gruppenbezogene Texte und entwickle Aktivitäten, die für die Lernenden wirklich relevant sind. Bei Schwierigkeiten gestalten wir die Stunde flexibel um und nehmen uns Zeit, Hürden zu überwinden. Statt eines standardisierten, immer wieder recycelten Programms erhalten die Teilnehmenden eine individuelle Begleitung – gezielt abgestimmt auf ihre Ziele und Bedürfnisse. Inhalte, Tempo und Übungsformen richten sich dabei konsequent nach dem jeweiligen Lernstand.
Gedächtnis mobilisieren
Mythos visuelles vs. akustisches Gedächtnis: Es gibt keine festen Gedächtnistypen, sondern ein Spektrum. Bei manchen Lernenden überwiegt das eine oder das andere, doch alle aktivieren mehrere Wege des Kurzzeitgedächtnisses. Ich lege Wert darauf, neues Wissen schon im Unterricht zu verankern – durch verschiedene Strategien wie die Verknüpfung von Bildern und Konzepten, Buchstabenpuzzles, Wortfelder oder Klangassoziationen. Um das Langzeitgedächtnis zu stärken, reaktiviere ich gelernte Begriffe mit wachsendem Abstand in späteren Stunden.
Angenehme Lernatmosphäre
Ganz wichtig für mich: Inhalte, die mit positiven Erlebnissen verknüpft sind, bleiben besser im Gedächtnis. Deshalb lege ich großen Wert auf eine angenehme Lernatmosphäre. Ermutigendes Feedback, Humor, eine offene Haltung und abwechslungsreiche Aktivitäten gehören für mich selbstverständlich zu jeder Stunde – denn wer mit Freude lernt, lernt nachhaltiger und motivierter und traut sich auch mehr zu sprechen und neue Dinge auszuprobieren, Schritt für Schritt.
Erfolg maximieren
Zu guter Letzt: Eine Sprache zu lernen ist wie das Erlernen eines Musikinstruments: Jeden Tag muss ein bisschen geübt werden. Durch die Teilnahme an den Stunden ist ein Fortschritt schon garantiert - aber Sie machen das Beste daraus, wenn Sie für die Dauer des Kurses möglichst viel von Ihrer Zeit investieren. In anderen Worten: Ich gebe Ihnen gerne viele Hausaufgaben auf und unterstütze Sie gerne mit Tipps und Tricks zum effizienteren Selbstlernen.
Meine Referenzen
2010–2016
Französischlehrer an verschiedenen Sprachschulen und Bildungseinrichtungen, u. a. als Dozent an der Fachhochschule Mainz sowie bei Berlitz (Mainz, Berlin, Bonn), Evolanguage und der Logos Sprachschule Wiesbaden.
2016–2021
Zunächst Junior-, später Seniorpartner bei der Sprachschule ISEU in Frankfurt am Main. Schwerpunkte: Konzeption und Durchführung von Sprachkursen, Coaching sowie didaktische Weiterentwicklung.
seit 2021
Selbstständig tätig als freier Sprachcoach – mit Fokus auf individuellem Coaching, beruflichen Kontexten und nachhaltiger Sprachkompetenz.
Text-Standards
Ich teile meine Zeit in ausgewogener Weise zwischen Sprachcoaching und
Redaktion. Gelungenes Schreiben ist für mich gutes Handwerk. Dabei arbeite ich mit klaren Maßstäben. Hier ein paar Prinzipien.
Solide, unabhängige Information
Solide, unabhängige Information gehört für mich zum Handwerk – und zur Haltung. In einer Medienwelt zwischen Beschleunigung, Meinungsdominanz und KI-generierten Textmengen bleibt gründliche Recherche der Maßstab. Dazu gehören verlässliche Quellen, sorgfältig geführte Interviews und gründliches Einlesen. Auch in der Unternehmenskommunikation setze ich auf überprüfbare Fakten und eine faire Einordnung – weil belastbare Inhalte langfristig überzeugender sind als bloße Behauptungen.
Die richtige Fragestellung
Was macht ein Thema valide? Und aus welcher Perspektive sollte es erzählt werden? Mit diesen Fragen setze ich mich seit über zehn Jahren intensiv auseinander – für meine eigenen Texte ebenso wie für Autorinnen und Autoren, die ich redaktionell betreue. Die richtige Fragestellung ist eine Frage des Know-hows und entscheidet oft über die Qualität des Endprodukts, unabhängig von Stil oder Rechercheaufwand.
Storytelling - auch im Fachlichen
Auch in Fachartikeln integriere ich, wo sinnvoll, erzählerische Elemente. Ob Technik, Wissenschaft, Naturschutz oder Ernährung: Es geht mir nicht nur um Sachverhalte, sondern immer auch um Menschen – und darum, wie sie mit Herausforderungen umgehen. Ein klarer narrativer Faden hilft, komplexe Inhalte verständlich und lesenswert zu vermitteln, ohne sie zu vereinfachen.
Informationsdichte
Text ist für mich kein Füllmaterial. Aus meiner Arbeit in der Fachpresse heraus achte ich auf Informationsdichte . Überflüssige Wiederholungen haben darin keinen Platz – zugunsten von relevanten Fakten, Zahlen und Beobachtungen. Diese Verdichtung ist redaktionelle Arbeit. So entsteht im Idealfall ein Text, der mühelos wirkt und zugleich inhaltlich trägt.
Redaktionelle Praxis
Als Redakteur weiß ich, wie Redaktionen arbeiten. Textlänge und Struktur orientiere ich konsequent an den Vorgaben des Auftraggebers, Liefertermine halte ich zuverlässig ein, und Korrekturschleifen gehören selbstverständlich dazu. Auch formale Aspekte wie Rechtschreibung und stilistische Konsistenz sind fester Bestandteil meiner Arbeit.
Anpassungsfähig
Unterschiedliche Zielgruppen erfordern unterschiedliche Sprachen. Fachpublika sind an komplexe Inhalte und präzise Terminologie gewöhnt, während Texte für digitale Medien kurze Sätze und klare Worte benötigen. Ich schreibe zielgruppengerecht und passe Stil, Ton und Komplexität flexibel an – ohne inhaltliche Substanz zu verlieren.
Gern sende ich Ihnen auf Anfrage ausgewählte
Arbeitsproben zu.
Oder googlen Sie mich einfach.
